Zur Person

Politisch aktiv geworden bin ich, weil ich Ungerechtigkeit und Ausgrenzungen in der Gesellschaft bekämpfen wollte. Erst in der Grünen Jugend und von 2011 – 2014 im Landesvorstand der Niedersächsischen Grünen habe ich mich auch für die Themen Kinder- und Jugendbeteiligung, Kinderrechte, demokratische Schulen und mehr Bildungsgerechtigkeit eingesetzt. Außerdem stand für mich der zivilgesellschaftliche Einsatz gegen Rechts und für eine offene sowie tolerante Gesellschaft immer ganz oben auf der Agenda. Seit der Landtagswahl Anfang 2013 kann ich mich auch im Parlament, inzwischen in der 2. Legislaturperiode, für diese Ziele einsetzen.

Von Rot-Grün zur Opposition gegen die GroKo

In der Regierungszeit von Rot-Grün konnten wir viele wichtige Weichenstellungen anstoßen. Ich habe mich als Abgeordnete unter anderem für die Widereinführung der Landeszentrale für politische Bildung, die Einrichtung einer Kinderkommission und die Stärkung von Gesamtschulen eingesetzt. Mit dem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus wurde eine wichtige Lücke im Kampf gegen rechtes Gedankengut in Niedersachsen geschlossen. Daneben habe ich mich immer für ein gutes Gelingen und eine schnelle Umsetzung der Inklusion eingesetzt. Der Anspruch für meine Politik: Eine Gesellschaft, die allen die gleichen Chancen bietet und niemanden ausschließt: eine inklusive Gesellschaft.

Auch wenn der Einsatz für diese Ziele mit dem Regierungswechsel 2017 nicht einfacher geworden sind: In dieser großartigen grünen Landtagsfraktion kann ich mich für eine ökologischere, inklusivere, demokratischere und offenere Gesellschaft Tag für Tag einbringen. In meinen und vielen anderen Themenbereichen lässt sich erkennen warum es gerade Grün in der Regierung braucht.

Meine Themen

In der Queerpolitik ist seit der Einführung der Ehe für Alle von GroKo nicht viel gekommen. Ganz im Gegenteil: Statt sich der Anerkennung, von Familien, die nicht dem ‚klassischen‘ Mutter-Vater-Kind-Schema entsprechen und unter vielen rechtlichen Benachteiligungen leiden zu widmen kürzt die Landesregierung in der queeren Community und setzt den Rotstift bei Projekten für mehr Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt an. Das ist ein fatales Signal.

Als Sprecherin für Antifaschismus befasse ich mich intensiv mit Strategien gegen Menschenfeindlichkeit und Demokratiefeindlichkeit in unserer Gesellschaft. In Zeiten von Rechtsterrorismus, zunehmendem Rassismus und dem Machtgewinn extrem rechter Parteien wäre es angemessen Programme gegen Rechtsextremismus auszubauen. Leider sind die Großen Koalitionen in Niedersachsen und auch im Bund hier in der Vergangenheit häufig den umgekehrten Weg gegangen. Im Parlament und außerhalb muss es heißen: Kein Fußbreit dem Faschismus!

Als Mitglied im Kultusausschuss und Bildungspolitische Sprecherin meiner Fraktion setze ich mich weiter für den Abbau von Bildungshürden und für gut ausgestattete, inklusive Schulen für alle Kinder und Jugendlichen ein.

Zusätzlich bin ich für den Themenbereich Gedenkstätten zuständig. Engagement gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus erwächst für mich auch aus dem Bewusstsein der Geschichte. Die Erinnerung an die Gräueltaten der Nazizeit darf nicht mit den letzten Zeitzeugen in Vergessenheit geraten. Dafür müssen die vielen guten Gedenkstätten in Niedersachsen noch mehr gefördert und unterstützt werden.

Meine Region

Wir zwölf Grüne Abgeordnete betreuen jede*r einige Landkreise in Niedersachsen. Zusammen mit meiner Kollegin Imke Byl betreue ich den Großraum Braunschweig, also die Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie die Kreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Peine. Zusätzlich bin ich Ansprechpartnerin für die Region Hannover und den Landkreis Goslar. Ich freue mich immer über Anregungen, Kritik und Kontaktaufnahme aus diesen Regionen.

Neue Aufgaben

Im März 2020 hat mir meine Fraktion das Vertrauen als Nachfolgerin von Anja Piel als Fraktionsvorsitzende ausgesprochen. Diese neue Aufgabe nehme ich mit Freude und Respekt vor der Herausforderung an. Für starken Klimaschutz, für Inklusion, mehr Bildungsgerechtigkeit, Akzeptanz für vielfältige Lebens- und Liebesformen und für klare Kante gegen Rechts braucht es starke Grüne. Dafür werden wir uns die nächsten Jahre mit aller Kraft einsetzen und der Großen Koalition in Niedersachsen auf die Finger schauen. 

Mit der HAZ habe ich im Juli über meine ersten 100 Tage als Fraktionsvorsitzende gesprochen. Das gesamte Interview findet ihr hier