Pressemitteilung Kommune soll als Betreiberin vom Krankenhaus Peine bereitstehen

Die Krankenhausgesellschaft AKH hat am Freitag ein Insolvenzantrag für das Klinikum Peine gestellt.

Gerade in Zeiten der Corona-Krise muss die Sicherung von Behandlungsbetten und eine dezentrale Gesundheitsversorgung die oberste Priorität haben. Es darf nicht zu einem wegbrechen der Strukturen führen.

„Wir fordern die Kommune auf, das Krankenhaus zu übernehmen. Wir wollen die Situation als Chance begreifen das Krankenhaus zu kommunalisieren und den Betrieb weiterhin sicherzustellen. Das Land ist an dieser Stelle aufgefordert den Landkreis und die Menschen vor Ort mit ihren Sorgen und Ängsten nicht im Regen stehenzulassen.“, erklärt Julia Willie Hamburg, regionale Abgeordnete für Peine.

Das Klinikum Peine ist aktuell mit 275 Planbetten in den Niedersächsischen Krankenhausplan aufgenommen. Die nächsten Krankenhäuser sind zwischen 20 und 35 Kilometer entfernt, somit stellt das Klinikum Peine die regionale Notfallversorgung.

„Eine Bürgschaft durch das Land ist jetzt dringend notwendig. Es ist unverständlich, wenn das Krankenhaus Peine schließen muss, während andernorts Rehakliniken geräumt werden, um Betten für die Versorgung von Corona-Patienten zur Verfügung zu haben. Schon jetzt steht die ganze Gynäkologie-Abteilung leer und könnte zur Versorgung genutzt werden.“, so Julia Hamburg weiter.

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