Pressemeldung Nr. 137 vom

Studie der Bertelsmann Stiftung Julia Willie Hamburg: Inklusive Schule braucht Verstärkung

Darum geht's

Die jüngste Studie der Bertelsmann Stiftung zur Inklusiven Beschulung Deutschlands zeigt, dass Niedersachsen im Bereich des Förderbedarfs Lernen Vorreiter der inklusiven Beschulung ist, während andere Förderbereiche bei der exklusiven Beschulung sogar zugenommen haben. Zudem stellt die Studie heraus, dass Lehrkräfte mehr Unterstützung brauchen.

Das sagen die Grünen

Julia Willie Hamburg, bildungspolitische Sprecherin

"Die Bertelsmann-Studie belegt erneut, was in Niedersachsen schon lange auf dem Tisch liegt: Lehrkräfte an den inklusiven Schulen brauchen mehr Unterstützung. Der Aufbau multiprofessioneller Teams muss stärker forciert werden – die Anzahl von Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen muss endlich zunehmen. Bremen macht mit ihren Zentren für unterstützende Pädagogik vor, wie man jede Schule zielgerichtet ausstatten kann.“

„Der Schulleitungsverband fordert zurecht einen Masterplan Inklusive Schule. Auch der Landesrechnungshof appelliert, am eingeschlagenen Weg festzuhalten und von Richtungsstreitereien abzukehren. Die Landesregierung muss dem endlich nachkommen!“

„Die Studie zeigt zudem deutlich, dass wir jeden Förderbedarf einzeln in den Blick nehmen müssen, um inklusive Schule zu einer Schule für alle Kinder zu machen. Insbesondere Kinder mit seltenen Förderbedarfen geraten sonst unter die Räder. Offensichtlich wird in Niedersachsen der Handlungsbedarf vor allem bei dem Förderschwerpunkt emotionale-soziale Entwicklung: Hier hat die Quote der Schülerinnen und Schüler, die gesondert an Förderschulen unterrichtet werden sogar zugenommen. Dafür brauchen wir zeitnah Antworten und zielgerichtete Maßnahmen."

Zum Hintergrund

Die Bertelsmann-Stiftung zeigt bundesweite und landesspezifische Trends auf.

Mit einer großen Anfrage zur inklusiven Beschulung in Niedersachsen wollen die Grünen Entwicklungen in Niedersachsen aufzeigen und daraus zielgerichtete Maßnahmen ableiten.

Zurück zum Pressearchiv