Pressemeldung Nr. 34 vom

Situation an Berufsbildenden Schulen Julia Willie Hamburg: CDU und SPD gefährden die duale Ausbildung

Darum geht’s

Das Kultusministerium hat ohne Vorankündigung in erheblichem Umfang die Übertragung der Budgetrestmittel gekürzt. Das führt an vielen Berufsbildenden Schulen zu erheblichen finanziellen Schwierigkeiten, die sich auch auf die Unterrichtsversorgung auswirken. Nicht nur die Berufsschulen auch die Verbände der Berufsbildenden Schulen schlagen nun Alarm.

Das sagen die Grünen

Julia Willie Hamburg, bildungspolitische Sprecherin

„Seit Jahren ist die Personalsituation an berufsbildenden Schulen unzureichend. Der Trend zeigt hier zudem eine dramatische Verschlechterung auf – der Fachkräftemangel grassiert insbesondere in den technischen, pflegerischen und pädagogischen Berufen. Anstatt die Situation beherzt anzupacken und zur Chefsache zu erklären, verschließt Kultusminister Tonne die Augen. Die Landesregierung hat eine erneute Kürzungswelle gefahren, die einige Berufsbildende Schulen nun in erhebliche Existenznot bringt. Bei ohnehin schon schlechter Unterrichtsversorgung müssen nun befristete Verträge beendet und Stellen abgebaut werden. Hier muss umgehend gegengesteuert werden.“

„Die von der SPD beschlossenen 10 Millionen Euro für das Berufsbildungswesen sind ein schlechter Witz vor dem Hintergrund, dass sie mit dem letzten Haushalt rund 16 Millionen Euro aus dem System genommen haben. Sie stopfen damit noch nicht einmal das Loch, dass sie vor wenigen Monaten wider besseren Wissens in das Budget der Berufsbildenden Schulen gerissen haben. Alle loben die duale Ausbildung in Deutschland, das muss sich aber auch in dem Handeln der großen Koalition wiederspiegeln. Und das bedeutet, verlässliche Mittel für die Personalbewirtschaftung an den Schulen zur Verfügung zu stellen.“

„Besonders die Berufsbildenden Schulen brauchen Flexibilität bei der Stellenbewirtschaftung, weil die Fachkräfte zu begehrt sind, um mehrmonatige Besetzungsverfahren zu durchlaufen und Elternzeiten sowie Krankheit für die Schulen nicht planbar sind. Hier so zu tun, als hätten die Schulen ja genügend Stellen und immer Restmittel übrig, weil sie sie nicht brauchen, ist eine Frechheit und verkennt die Situation der Schulen. Zum Verhalten der großen Koalition kann man nur eines feststellen: Man kann sein bestes Pferd auch totreiten.“

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