Statement Julia Hamburg zur Umsetzung des "Gute-Kita-Gesetzes"

Zu den Vorschlägen des Kultusministers für die Umsetzung des „Gute-Kita-Gesetzes“ in Niedersachsen sagt Julia Willie Hamburg, bildungspolitische Sprecherin:

„Wir nehmen den Kultusminister beim Wort: Die Kita-Qualität muss dringend ausgebaut werden. Es braucht mehr gut ausgebildetes Personal in den Kindertagesstätten. Allerdings darf diese Ankündigung keine Mogelpackung werden. Die heute vorgestellten Pläne und Zahlen werfen etliche Fragen auf. Wir sind gespannt auf die genaueren Informationen von Minister Tonne in der kommenden Woche im Landtagsausschuss. 

Dass die Qualitätsoffensive ernsthaft mit ungelernten Kräften gelingen soll, wird am Ende nach hinten losgehen. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass sie ihre Kinder in die Hände von Fachpersonal geben. Ungelernte Kräfte in Einrichtungen können allenfalls für einen Übergangszeitraum mit verpflichtender Aus- und Weiterbildung eine kurzfristige Lösung sein. Ansonsten startet der Minister eine gefährliche Abwärtsspirale bei der Kitaqualität. Mit „Guter Kita“ hat das nichts zu tun.

Fraglich ist, wie Herr Tonne sein Umdenken den Städten und Gemeinden und ihren Kommunalen Spitzenverbänden erklären will. Noch im vorigen Jahr hat der Minister für die Kompensation der Kita-Beitragsfreiheit mehrere hundert Millionen Euro für die Kommunen versprochen – hiervon ist nicht viel übrig geblieben. Wird der Minister am Ende wortbrüchig und lässt die Kommunen auf ihren Kosten sitzen?“

Hintergrund

Vor einem Jahr (25.05.2018) sagte der Kultusminister in einer Pressemitteilung den Kommunalen Spitzenverbänden eine hohe Kompensation der Kita-Beitragsfreiheit zu.

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