Landtag beschließt Einrichtung von Modellversuche für mehr Sicherheit auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen Julia Hamburg: Weniger Lärm und Schadstoffe, mehr Gesundheit und Sicherheit in unseren Orten

Heute (18. August 2016) hat der Landtag auf Initiative eines Antrags der GRÜNEN die Landesregierung aufgefordert, zusammen mit interessierten Kommunen Modellversuche durchzuführen, die den Kommunen ermöglichen, auch auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h einzuführen.

„Unser Antrag versetzt Kommunen und die betroffenen Menschen vor Ort in die Lage, auf Lärm, Schmutz und Gefahren durch den Verkehr auf Durchgangsstraßen selbst Einfluss zu nehmen “, erklärt die grüne Landtagsabgeordnete Julia Hamburg. „Auch hier in Goslar kann Tempo 30 dabei ein Instrument neben anderen sein, das - an der richtigen Stelle eingesetzt - Lärm und Emissionen reduziert, die Verkehrssicherheit erhöht und die Wohn- und Lebensqualität verbessert.“

Die im Oktober vorgesehene Änderung der Straßenverkehrsordnung im Bund zu Tempo 30 begrüßten die GRÜNEN zwar auch, denn danach könne Tempo 30 punktuell vor bestimmten Einrichtungen angeordnet werden. „Der Schritt geht zwar in die richtige Richtung, reicht aber bei weitem nicht aus“, ergänzt die Abgeordnete. „Auf ihrem Weg zum Kindergarten, in die Schule oder zum Bus bleiben Kinder und Jugendliche aber weiterhin den Gefahren durch den Verkehr auf einer Durchgangsstraße ausgesetzt. Damit soll deshalb nun in Niedersachsen Schluss sein.“

Ihren Antrag hatten die Grünen zusammen mit ihrem Koalitionspartner der SPD eingebracht und beschlossen. Die Landesregierung wird in den kommenden Monaten ein Konzept entwickeln. Die Grünen rechnen damit, dass sich Anfang 2017 interessierte Kommunen um ihre Teilnahme an dem Tempo-30-Versuch bewerben können. „Ich hoffe, dass auch der Landkreis Goslar sich an diesem Modellvorhaben beteiligen wird.“

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