Pressemeldung Nr. 202 vom

‚HoGeSa‘ mobilisiert mehr GegendemonstrantInnen als Anhänger Hamburg: Kein zweites Köln in Hannover

Darum geht’s

Am Samstag (15. November) hat eine sogenannte HoGeSa-Veranstaltung in Hannover stattgefunden. Nach einer gewalttätigen Demonstration im Vorfeld in Köln hatten die rechtsextrem zu verortenden „Hooligans gegen Salafismus“ zu dieser Demonstration in Hannover aufgerufen. Das Verwaltungsgericht hatte lediglich eine Kundgebung unter restriktiven Auflagen genehmigt.

Das sagen die Grünen

Julia Hamburg, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus

„Tausende von GegendemonstrantInnen haben ein starkes Zeichen für Demokratie und Toleranz gesetzt und gleichzeitig Rassismus und Gewalt eine klare Absage erteilt.“

„Die Veranstalter der rechten Szene haben sich augenscheinlich geirrt, wenn sie meinten, in Hannover würde sie kein starker Gegenprotest erwarten. Das Konzept ‚Wolf im Schafspelz‘ – Hooligans gegen Salafismus – ist nicht aufgegangen.“

„Es ist besonders den rigiden Auflagen der niedersächsischen Justiz und der klugen Strategie der Polizei zu verdanken, dass sich gewalttätige Ausschreitungen wie in Köln nicht in Hannover wiederholt haben. Eine Ahnung von dem, was hätte passieren können, gab es dennoch durch Versuche, die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen, dem Werfen von Flaschen und Pyrotechnik auf Polizei und die Gegendemonstration sowie aggressive Handlungen gegenüber den Medien.“

Zum Hintergrund

Hinter den sogenannten „Hooligans gegen Salafismus“ stecken gewalttätige Nazis. Das Thema rechtsextreme Hooligangruppierungen wurde zu lange vernachlässigt. Dass es in Stadien unter den Fangruppen, gerade Hooligans, auch viele Nazis gibt, wurde und wird oft noch unterschätzt und nicht zusammengedacht. Jetzt organisieren sich diese Nazis bundesweit und bilden Allianzen. Mit der Teilnahme aller rechten Parteien Deutschlands an dieser Veranstaltung wird deutlich, welches Potenzial sich die Rechte in dieser Bewegung verspricht. Diesem explosiven, bundesweiten Schulterschluss müssen die Politik und die Zivilgesellschaft nun offensiv begegnen.

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