Pressemeldung Nr. 122 vom

Beginn des neuen Schuljahres Grüne: Schwarz-rote Schulpolitik beschränkt sich auf Verwaltung des Mangels - keine Impulse zur Verbesserung der Schulqualität

Darum geht’s

Kultusminister Tonne hat heute seinen Ausblick auf das neue Schuljahr vorgestellt.

Das sagen die GRÜNEN

Julia Willie Hamburg, schulpolitische Sprecherin

„Die schwarz-rote Schulpolitik in Niedersachsen ist vollkommen uninspiriert und offenbar den Differenzen geschuldet, die zwischen CDU und SPD in dieser Frage bestehen. Wo keine Gemeinsamkeiten sind, scheint Stillstand vorprogrammiert. Daher beschränkt sich Kultusminister Tonne weitgehend darauf, einer 100 % - Marke zur Unterrichtsversorgung hinterherzulaufen. Gleichzeitig fehlen Konzepte, um die Herausforderungen bei der Inklusion zu bewältigen, der Überlastung der Lehrkräfte zu begegnen und die Qualität des Unterrichtes zu verbessern.“

"Die Attraktivität des Lehrerberufs stellt sich nicht durch Ankündigungen und Beteuerungen ein. Die lange geforderte Bezahlung nach A13 muss kommen - und zwar nicht irgendwann. Sonst kann man sich jede Kampagne für die Werbung neuer Lehrkräfte sparen. Auch für die Umsetzung der Ergebnisse der Arbeitszeitstudie erwarten wir schnelles und entschiedenes Handeln.

Anstatt eine schöne Statistik vorzulegen, muss mehr Personal an die Schulen geholt werden - der Aufwuchs von Stellen für pädagogische Mitarbeiter ist hier eine Perspektive für mehr Schulqualität. Statt Stellen und Stunden für Entlastung zu kassieren, sollte der Kultusminister lieber konsequent weiter welche ausschreiben."

„Das Programm ‚Schule [PLUS]‘, mit dem 20 Schulen unterstützt werden sollen, die in einem schwierigen sozialen Umfeld arbeiten, bleibt weit hinter dem eigentlichen Bedarf zurück. Hier folgt nach großen Ankündigungen allenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein. Hier braucht es keine weiteren Modelle an einzelnen Schulen, sondern verlässliche und dauerhafte Rahmenbedingungen."

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