Statement Grüne: Landesregierung muss besonders für Kinder, Jugendliche und Familien Vorsorge treffen

Nach der Unterrichtung durch die Landesregierung zur weiteren Strategie Niedersachsens bei der Bekämpfung des Corona-Virus im Vorfeld der morgigen Ministerpräsident*innen-Konferenz sagt Julia Willie Hamburg, Fraktionsvorsitzende der Grünen Landtagsfraktion:

„Es ist richtig, die Maßnahmen der veränderten Situation im Kampf gegen das Corona-Virus anzupassen und das im Einklang mit den Bundesländern zu tun, um die Akzeptanz und Nachvollziehbarkeit zu erhöhen. Aber die Landesregierung muss nicht nur die Rahmenbedingungen verändern, sondern auch die notwendige Vorsorge treffen.

Vornehmlich Kinder und junge Menschen sind jetzt besonders gefährdet. Familien und Kinder dürfen nicht erneut das Nachsehen haben. Schulen sowie Sport- und Freizeitangebote im Kinder- und Jugendbereich müssen besonders geschützt werden. Hierzu zählen sichere Testvarianten mit PCR-Lolli-Tests ebenso wie eine konzertierte Aktion von Bund und Ländern zum Einbau von Lüftungsanlagen an Schulen. Niedersachsen droht hier durch die zögerliche Haltung wieder den Entwicklungen hinterherzulaufen und somit den Anschluss an andere Bundesländer zu verlieren.

Auch sind künftig die PCR-Tests anderen unsichereren Testverfahren grundsätzlich vorzuziehen, die dafür notwendige Infrastruktur muss vorgehalten werden. Gleichzeitig brauchen wir verstärkte niedrigschwellige und aufsuchende Impfangebote – auch an Schulen oder aber auch gezielt für bestimmte Gruppen, wie Illegalisierte. Andere Länder machen vor, dass das erfolgreich ist. Auch die Impfaktion vor dem hannoverschen Hauptbahnhof am vergangenen Wochenende zeigt, dass es ein großes Potential an Menschen gibt, die sich impfen lassen, wenn das unkompliziert angeboten wird. Gerade wenn wir Freiheiten an Geimpfte zurückgeben, sollten auch alle die Chance auf den Zugang zur Impfung erhalten. Im Bereich der Kinder und Jugendlichen braucht es darüber hinaus endlich mehr Klarheit, um den Verunsicherungen und unterschiedlichen Meldungen zu den Risiken der Krankheit und auch der Impfung öffentlich etwas entgegenzusetzen.“

Zurück zum Pressearchiv