Pressemeldung Nr. 120 vom

Unterrichtsversorgung Grüne: Landesregierung hält Wahlversprechen nicht ein

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Darum geht’s

Die Lehrerverbände GEW und VBE haben heute aus ihrer Sicht über die besorgniserregende Situation an den Schulen zum kommenden Schuljahresbeginn berichtet.

Das sagen die Grünen

Julia Hamburg, schulpolitische Sprecherin

"Die Unterrichtsversorgung kann nur gesichert werden, wenn der Lehrerberuf endlich attraktiver wird. SPD und CDU müssen ihr Wahlversprechen jetzt einlösen und alle Lehrkräfte mindestens nach A13 bezahlen und spürbar entlasten."

"Mit weiterer Flickschusterei wird die Landesregierung die Situation vor allem an den Grundschulen nicht bewältigen können. Das Abordnungskarussell richtet vor allem Chaos an. Grundschulen können mit einer Vielzahl von Abgeordneten Lehrkräften, die immer nur für ein paar Stunden im Einsatz sind, keinen guten Unterricht organisieren. Das geht auf Kosten unserer Kinder.“

„Großmäulig gestartet, abrupt in der Realität angekommen: Die CDU hat im Bereich der Unterrichtsversorgung den Mund immer voll genommen und Besserung versprochen, jetzt scheitern sie an ihren eigenen Versprechungen. Wo keine Lehrkräfte sind, kann auch die CDU keine backen."

Zum Hintergrund

Die SPD hatte der GEW-Mitgliederzeitschrift EuW vom September 2017 zufolge im Wahlkampf zur Landtagswahl 2017 zugesagt, die Empfehlungen der „Arbeitszeitkommission“ zu akzeptieren und diese in einer neuen Arbeitszeitverordnung Schulen umzusetzen, die zum 01.08.2018 in Kraft treten sollte. Bis heute liegt diese Verordnung jedoch nicht vor. Ebenso hatte die SPD zugesagt, die Bezahlung von Grundschulkräften schrittweise auf A 13 anzuheben. Auch hierfür liegt noch immer kein Plan vor.

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