Statement Grüne fordern Erhalt der Professur für Inklusive Schulische Bildung an der Universität Hannover

 

Die „Allianz für inklusive Bildung“ in Niedersachsen hat am Dienstag (18. Mai) in einer Pressekonferenz nachdrücklich den Erhalt der Professur für Inklusive Schulische Bildung an der Leibniz Universität Hannover gefordert. Der Allianz gehören an das Institut und der Fachschaft Sonderpädagogik der Uni Hannover, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Niedersachsen (GEW), der Verein Sonderpädagogik e.V. Niedersachsen (vds), der Schulleitungsverband Niedersachsen e.V. (SLVN), der Verband Bildung und Erziehung, der Grundschulverband (Landesgruppe Niedersachsen) und der Landeselternrat Niedersachsen. An der Pressekonferenz nahm auch die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen teil.

Dazu erklärt Julia Willie Hamburg, Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion:

Das Sparen von Wissenschaftsminister Thümler nach der Rasenmähermethode bringt viele Universitäten in Niedersachsen in große Not. An der Universität Hannover hat der Präsident aufgrund der Vorgaben der Landesregierung die Streichung mehrerer wichtiger Professuren in Aussicht gestellt. So auch die Professur für Inklusive Schulische Bildung am Institut für Sonderpädagogik. Die Streichung dieser Professur, die auch maßgeblich die inklusive Schulentwicklung in Niedersachsen evaluiert hat, ist ein fatales Signal! Inklusive Schule darf nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, sondern muss aktiv vorangetrieben werden – dafür ist diese Professur zentral. Das zeigt auch die Breite des Protests, die sich gegen die Streichung dieser Professur erhebt. Die Landesregierung ist in der Pflicht, den Wegfall der Professur zu verhindern!

Da hilft es nicht, dass die Landesregierung sich einen schlanken Fuß macht, indem sie die Verantwortung für die verordnete Sparpolitik auf die Universitäten abschiebt und diese damit allein lässt. Wir alle wissen, dass der Grund für die Streichung keine Frage der Hochschulautonomie, sondern der fehlenden finanziellen Mittel ist – und ein Wissenschaftsminister kann hier ebenso wie die Koalition aus SPD und CDU im Landtag sehr wohl Abhilfe schaffen. Ich fordere deshalb die Regierungskoalition auf, in die Ausbildung und die wissenschaftliche Begleitung der Inklusion in Niedersachsen zu investieren.

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