Asklepios Klinik in Seesen Corona-Krise nicht als Ausrede missbrauchen

Der Konflikt zwischen der Asklepios Klinik in Seesen und den Arbeitnehmer*innen schwelt schon über Jahre. Julia Willie Hamburg, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Niedersächsischen Landtag erklärt: „Sicherlich verschärft sich die Finanzlage einer Rehaklinik durch die Corona-Krise, aber es gibt auch eine Zeit nach Corona und darum müssen wichtige Unternehmen zur Daseinsvorsorge gehalten werden. Dies gilt insbesondere, wenn so viele Arbeitsplätze davon abhängen.“ Sie unterstützt ausdrücklich die Forderung von Mitarbeiter*innen, Gewerkschaften und Politik, einen unabhängigen Schlichter einzusetzen. Ferner sieht Willie Hamburg das Land Niedersachen in der Pflicht, schleunigst das Niedersächsische Krankenhausgesetz zu ändern. Es müssen ebenso ein Bedarfsplan für Reha-Betten erstellt, so wie die Genehmigungs- und Reduzierungsverfahren bei den Betten verändert werden. Da Krankenhäuser wichtige Arbeitgeber für ganze Regionen sind, brauchen die Arbeitnehmer*innen mehr Verlässlichkeit.  Sie ergänzt: „In der letzten Legislaturperiode hatte die Rot - Grüne Landesregierung hat das Südniedersachsen Programm aufgelegt, um das strukturschwache Gebiet zu entlasten.“ Der Landkreis Goslar musste seit Beginn der Corona Krise einige Rückschläge hinnehmen, die mit dem Verlust von vielen Arbeitsplätzen verbunden waren. „Wenn jetzt noch mehr verloren gehen und Fachkräfte abwandern, werden die langfristigen Folgen sehr viel gravierender sein,“ erklärt Willie Hamburg. Sie fordert die Landesregierung zu einem schnellen Handeln auf. Bisher hat Asklepios die Reduzierung der Betten noch nicht beantragt. „Das Sozialministerium sollte,“ laut Hamburg, „von sich aus auf die Klinik zugehen, um über den Erhalt der Arbeitsplätze zu verhandeln.“ 

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