Zur Person

2013 wurde ich als jüngste Landtagsabgeordnete in den Niedersächsischen Landtag gewählt. Ich durfte als jüngste Abgeordnete die erste Sitzung der 17. Wahlperiode mit eröffnen. Als damals der Abgeordnete Koch (CDU, 73  Jahre alt) als ältester Landtagsabgeordnete mein Geburtsjahr vorlas, rutschte ihm ein „Oh mein Gott“ raus, weil ihm deutlich wurde, wie viele Lebensjahre uns trennten. Genau diese Altersspanne ist aber auch wichtig, um die unterschiedlichen Interessen in unserer Gesellschaft auch widerzuspiegeln.

Politisch aktiv bin ich geworden, weil ich die Ausgrenzung in unserer Gesellschaft so ungerecht fand, dass ich der Überzeugung war, da etwas gegen tun zu müssen. Auch das Thema Kinder und Jugendbeteiligung, Kinderrechte und demokratische Schulen hat mich angetrieben, dann schließlich bei den GRÜNEN einzutreten. In meiner Bewerbung für den Niedersächsischen Landtag habe ich den Anspruch formuliert, mich für eine Gesellschaft einzusetzen, die allen die gleichen Chancen bietet und niemanden ausschließt: eine inklusive Gesellschaft.

Mit meinen politischen Zuständigkeitsbereichen kann ich genau auf dieses Ziel Schritt für Schritt hinarbeiten. Als kinder- und jugendpolitische Sprecherin etwa habe ich mich für die Einsetzung einer Kinderkommission und die Absenkung des Wahlalters eingesetzt. Als Sprecherin für Familien und Queerpolitik streite ich für die Anerkennung, von Familien, die nicht dem ‚klassischen‘ Mutter-Vater-Kind-Schema entsprechen und unter vielen rechtlichen Benachteiligungen leiden. Mit der „Öffnung der Ehe“ für homosexuelle Paare sind wir hier einen Schritt vorangekommen. Als Mitglied im Kultusausschuss setze ich mich für den Abbau von Bildungshürden und für gut ausgestattete, inklusive Schulen für alle Kinder und Jugendlichen ein. Als Sprecherin für Antifaschismus und Angelegenheiten des Verfassungsschutzes befasse ich mich intensiv mit Strategien gegen Menschenfeindlichkeit und Demokratiefeindlichkeit in unserer Gesellschaft. Ein starker Fokus liegt hierbei auf der Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements. Mit dieser Themenvielfalt kann ich meinem Ziel - eine offene und tolerante Gesellschaft – Schritt für Schritt näher kommen, denn schließlich ist das ein Querschnittsthema.

Da unsere Fraktion aus 19 Abgeordneten besteht, betreuen wir mehrere Landkreise und größere Regionen. Ich bin zuständig für Goslar, Northeim und den Altkreis Osterode und somit vom Harz bis Südniedersachsen unterwegs. Darüber hinaus engagiere ich mich in der heimischen Kommunalpolitik. Mein Betreuungsbereich ist in seinen Ansprüchen und Strukturen unglaublich spannend und vielfältig. Tourismusförderung und die Entwicklung des ländlichen Raumes, der Umgang mit dem demographischen Wandel und von Entschuldungsprogrammen eint sie aber alle. Wir konnten hier landespolitisch Freiräume für die Kommunen zur Entwicklung ihrer touristischen Infrastruktur schaffen und haben mit dem Südniedersachsenplan dazu beigetragen, dass die Region mehr Fördermittel bekommt, um sich weiterzuentwickeln. Gerade unsere Region muss auf Landesebene in den Fokus genommen werden, denn die Herausforderungen sind vielfältig. Es bleibt noch viel zu tun.