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Schule & Bildung

Anhörung zur Novelle des Schulgesetzes

„Ich streite im Landtag für mehr Bildungsgerechtigkeit: eine gute Betreuung, langes gemeinsames Lernen, Lernen im eigenen Tempo, Inklusion, die Schaffung von mehr Beteiligung und lebenslanges Lernen sind die Grundpfeiler dieses Engagements“

„Kinder und Jugendliche in den Fokus rücken“ – das ist nicht nur in der Freizeit und bei ihrem gesellschaftlichen Handeln wichtig, sondern auch in der Schule; dem Ort, an dem Kinder und Jugendliche heute den Großteil ihrer Zeit verbringen.

Ich streite dafür, dass Bildungschancen nicht vom familiären Hintergrund abhängig sind, sondern, dass wir Schule so gestalten, dass sie allen offen steht. Der beste Weg ist dafür die „inklusive Schule: jede*N Schüler*In in den Blick zu nehmen, individuelle Förderung, Lernen im eigenen Rhythmus, kein Abschluss ohne Anschluss, Bildungsübergänge und eine gute Bildungswegbegleitung sind der Schlüssel guter Schulpolitik. Aber nur die inklusive Schule wird das Versprechen kein Kind zurückzulassen einlösen können.

Mit dem neuen Schulgesetz haben wir Schulen Freiräume für ihre Pädagogik eingeräumt. Wir sind dem Schulstress begegnet und haben das Turbo-Abitur abgeschafft. Mit der offenen Eingangsstufe, der Möglichkeit für Grundschulen auf Noten zu verzichten, dem Verzicht aus Schullaufbahnempfehlungen und der Stärkung von IGSen ermöglich wir Kindern, im eigenen Takt zu Lernen und halten Bildungswege lange offen.

Schule ist ein Lebensraum für viele Kinder und Jugendlichen. Mit der Verbesserung des Ganztagsangebots und dem Ausbau der schulischen Sozialarbeit gestalten wir diesen Lebensraum attraktiver und tragen Problemen an Schule Rechnung. Diesen Weg wollen wir weitergehen. Aber wir wollen auch noch besser werden: Mit einem Landesprogramm für gutes Schulessen etwa wollen wir die Schule als Ort des Lernens und Lebens noch attraktiver gestalten.

Meldungen zum Thema

Pressemeldung Nr. 60 vom

Wo bleiben die Daten? Julia Willie Hamburg: Ankündigungen reichen nicht – Lehrkräftemangel muss konsequenter angegangenen werden

Es braucht endlich Zahlen, mit denen valide gearbeitet werden kann. Die Studienplatzkapazitäten müssen angepasst werden. Zudem erwarten wir gespannt die Konsequenzen der Landesregierung aus der Arbeitszeitkommission: Von Ankündigungen und blumigen Formulierungen in Koalitionsverträgen ist noch kein Arbeitsplatz attraktiver geworden.

Statement Julia Hamburg zur Forderung des Städte- und Gemeindebundes, für die Übertragung der Sprachförderung vor der Einschulung von der Schule auf die Kindertagesstätten eine gesetzliche Regelung zu schaffen und die Kosten zu erstatten

Grundsätzlich finden wir es richtig, dass die Sprachförderung bereits in den Kitas geleistet werden soll. Es kann aber nicht sein, dass die Groko ihren Haushalt auf dem Rücken der Kommunen saniert. Teure Wahlversprechen geben und andere dafür zahlen lassen ist unredlich.

Pressemeldung Nr. 57 vom

Fachkräfteplan für Kindertagesstätten Julia Hamburg: Es darf nicht zu einer ‚Ausbildung light‘ kommen

„Es ist dringend notwendig, den Fachkräftemangel in den Kindertagesstätten anzugehen. Deshalb ist es erfreulich, dass die Landesregierung einen Fachkräfte-Plan für Kitas auf den Weg bringen will und damit eine jahrelange Forderung von uns Grünen erfüllt. Es darf allerdings nicht bei vollmundigen Ankündigungen bleiben."

Plenarinitiativen zum Thema

Rede Julia Hamburg: Gesetzentwurf (SPD/CDU) zur Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes (TOP 4)

Die vorliegende Schulgesetznovelle atmet den Geist fauler Kompromisse, falscher Weichenstellungen, mangelnder Beteiligung und einer zusätzlichen Belastung der Kindertagesstätten und der Kommunen in Niedersachsen. Das wird die GRÜNE Landtagsfraktion nicht mittrage