Statement Bückeberg: Orte der Erinnerung stärken unsere Demokratie

Der Kreistag von Hameln-Pyrmont hat heute (13. März 2018) gegen die Stimmen von CDU und AfD den Beschluss gefasst, eine Dokumentations- und Lernort Bückeberg gGmbH zu gründen und Geld für die Einrichtung eines Dokumentations- und Lernortes bereitzustellen, mit dem am Ort der ehemaligen NS-Reichserntedankfeste eine kritische Auseinandersetzung mit der NS-Massenpropaganda gefördert werden soll. Dazu sagen die Grünen im Landtag:

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende

„Ich bin froh, dass der Kreistag von Hameln-Pyrmont beschlossen hat, am Ort der NS-Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg in Emmerthal einen Dokumentations- und Lernort einzurichten. Orte der Erinnerung stärken unsere Demokratie. Ich bin jedoch geschockt, dass die CDU gemeinsam mit der AfD gegen diesen Beschluss gestimmt hat.

Wir Grünen werden einen Antrag in den Landtag einbringen, die Einrichtung eines Dokumentations- und Lernortes am Bückeberg zu unterstützen und landeseigene Flächen dafür zur Verfügung zu stellen. Wir sehen die Landesregierung klar in der Pflicht, hieran mitzuwirken.“

Julia Willie Hamburg, Sprecherin für Antifaschismus

„Angesichts des Erstarkens des Rechtspopulismus und völkisch-nationalistischer Propaganda ist eine kritische Auseinandersetzung mit der NS-Massenpropaganda unverzichtbar.“

Zum Hintergrund

Am Bückeberg in der Gemeinde Emmerthal im Landkreis Hameln-Pyrmont wurden in der Zeit von 1933 bis 1937 die sogenannten NS-Reichserntedankfeste durchgeführt, an denen zuletzt mehr als eine Millionen Menschen teilgenommen haben, um Adolf Hitler zuzujubeln. Die NS-Reichserntedankfeste hatten eine wichtige Funktion für die Verherrlichung des NS-Regimes.

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